Die Nordwache Dortmund: Polizeigewalt, Rassismus und Sexismus | linke Plakataktion als Warnung

„Achtung! Revier der Nordwache – Hier herrscht Polizeigewalt, Rassismus und Sexismus“

Dieser plakative Warnhinweis schmückt seit heute Morgen die Stadtteilgrenzen der Dortmunder Nordstadt. Vielen Dortmunder:innen ist es schon sehr lange bekannt, dass ein Aufeinandertreffen mit Beamt:innen der Polizeiwache Nord oder ein Aufenthalt im dazugehörigen Revier in der Münsterstraße 17-19 weitreichende Folgen für die körperliche Unversehrtheit, die Psyche und die eigene Polizeiakte bis hin zu konkreten Anzeigen bedeuten kann.

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Neues Stickermotiv: Antifa Viertel – solidarisch gegen den Rechtsruck

Viele kennen das Problem, der Nazi aus der Nachbarschaft hat bei der Hunderunde Spuren hinterlassen, die rechte Parteijugend hat ihre Werbung im Umfeld der Stammkneipe verklebt oder der Wutbürger hat mal wieder alle emanzipatorischen Hinweise für ein besseres Leben von den Laternen gekratzt.
Natürlich gibt es zahlreiche gute Shops, bei denen man antifaschistische Aufkleber bestellen kann.
Allerdings sitzt das Geld nicht immer locker und mit 2€ für 30 Aufkleber kommt man gerade in umkämpften Nachbarschaften nicht weit. Aus diesem Grund haben wir uns entschieden eine gute 5-stellige Anzahl an Aufklebern zur Verfügung zu stellen um auch Leuten die Knapp bei Kasse sind die Option zu geben propagandistisch in ihrem Viertel aktiv zu werden.
Also meldet euch, wenn ihr aus Dortmund kommt und was zu Stickern braucht, ein antifaschistisches Straßenbild entsteht nicht von selbst.
Natürlich weisen wir drauf hin das Aufkleber nur an dafür bestimmte Orte verklebt werden dürfen und es sich sonst gegebenenfalls um Wildplakatieren, eine Ordnungswidrigkeit oder gar Sachbeschädigung handeln kann.

Lütgendortmund: antifaschistische Interventionen in den vergangenen Tagen

Nachdem erst vor ein paar Tagen Antifaschist:innen in Lütgendortmund intervenierten, wurde jetzt noch mal nachgelegt. Erneut waren Antifas in verschiedenen Ecken Lütgendortmunds unterwegs um Antifaschistische Plakate und Sticker ins Straßenbild zu tragen.

Seit langem ist der westliche Stadtteil immer wieder voll von rassistischen Aufklebern, Hakenkreuzen und anderen rechten Schmierereien. Seit Jahren sind auch die Täter aus dem Umfeld des ursprünglich aus Bochum kommenden Ewers-Clans bekannt. Auch wenn die Stadt und große Teile der Zivilgesellschaft lieber wegschauen und dabei die Nazis machen lassen, werden wir dies auch weiterhin nicht einfach hinnehmen.

So konnte zahlreiche rechte Propaganda in den von Nazis frequentierten und zum Teil bewohnten Straßen entfernt und durch antifaschistische Inhalte ersetzt werden. Aber auch in andern Ecken des Stadtteils wurden Botschaften hinterlassen und deutlich gemacht das in Lüdo kein Platz für Faschist:innen ist.

Nichtsdestotrotz bleibt Lütgendortmund ein Stadtteil mit einer Handvoll gewaltbereiten Nazis denen entschlossen begegnet werden muss. Das geht nur durch kontinuierliches Handeln vor Ort.

Umso schöner war es zu sehen, dass sich auch weiterhin antifaschistische Plakate im Straßenbild finden lassen und die lokalen Nazis ihren ausgerufenen „Nazikiez“ weiterhin nur auf Twitter praktizieren können.

Schaut also nicht weg, sondern organisiert euch, bildet Banden und geht konsequent gegen rechte Hetze und ihre Verursacher: innen vor!

 

 

13. Januar 2022 | Offenes Antifa Treffen Dortmund | 18:00 Uhr im Nordpol

Am 13.01 findet um 18 Uhr, vor dem Antifa Café Dortmund, wieder das Offene Antifa Treffen statt.

Ankündigungstext des OAT:

Du findest in deiner Nachbarschaft immer wieder rechte Sticker, und weißt nicht, was du tun sollst? Du möchtest gerne mal zu einer Demo gegen Nazis gehen, aber weißt nicht, mit wem? Du möchtest wissen, wie du mit Hetze im Internet umgehen kannst?

Kurz gesagt – du möchtest dich antifaschistisch engagieren? Dann komm zum offenen Antifatreffen am 13.1. im Nordpol!

Nachdem das offene Antifatreffen (OAT) 2020 wegen Corona wieder eingestellt werden musste, machen wir jetzt einen Neuanfang. Ein Treffen gab es schon im Dezember, Interessierte können aber jederzeit dazu kommen. Bei unserem zweiten Treffen am 13.01. möchten wir darüber sprechen, wie unsere Treffen grundsätzlich ablaufen sollen und wie wir dabei miteinander umgehen. Wir tauschen uns außerdem über das Thema Sicherheit für Aktivist*innen, z.B. bei der digitalen Kommunikation, aus. Im Anschluss findet ab 20 Uhr das Antifa-Café mit einem Vortrag zur Geschichte und Situation der Dortmunder Antifa statt.

Wir freuen uns, wenn du Lust hast zu kommen!

PS: Bei den Treffen gilt 2G+ („+“ = tagesaktueller Schnelltest) und wir tragen FFP2 Masken.

Innenstadt-Ost: Antifaschistischer Sticker-Spaziergang gegen rechte Propaganda

Wie schon am vergangenen Dienstag, den 20.07.2021, auf unseren Kanälen berichtet, tauchten in den letzten Monaten in der östlichen Innenstadt, bis hoch nach Körne, vermehrt rechte Sticker und Schmierereien auf. Neben Hakenkreuzen und SS Zeichen findet man dort aktuell immer mal wieder Sticker von rechten Parteien, Versandhäusern oder Kameradschaften.

Diese halbherzigen Versuche der Nazis ihr vermeintliches Revier abzustecken halten oft jedoch nur ein paar Stunden und verschwinden dann wieder in der Bedeutungslosigkeit. Zu verdanken ist dies einer engagierten Zivilbevölkerung und gezielten antifaschistischen Aktionen.
Nicht von der Hand zu weisen ist jedoch, dass sich vereinzelte Nazis scheinbar regelmäßig in den Dortmunder Osten verirren und dort ihre Spuren hinterlassen. Vermutlich besuchen sie dort Personen, gehen einer Arbeit nach oder verfolgen andere Anliegen.

Für uns als lokal ansässige Antifa Gruppe, ist dies nicht einfach so hinzunehmen. Mit Unterstützung von solidarischen Genoss:innen waren wir am vergangenen Donnerstag nicht untätig: Gemeinsam zogen wir ca. zwei Stunden durch die östliche Innenstadt, hielten Ausschau und schmückten die Straßen mit Inhalten, welche viel besser zu diesen Stadtteilen und Bezirken passen.
Egal ob Kaiserbrunnen, Funkenburg, Ostfriedhof, Körne, Im Defdahl, Voßkuhle oder Gartenstadt – der Dortmunder Osten wehrt sich gegen rechte Hetze und steht gemeinsam solidarisch zusammen. Diesen Eindruck hatten wir auch bei unserem antifaschistischen Spaziergang; Bewohner:innen des Viertels begrüßten den Aktionismus, ließen uns ohne Komplikationen durch die Straßen ziehen und kamen punktuell mit uns ins Gespräch.

Wie ihr auf unseren Fotos sehen könnt ist die Message an Nazischweine, die sich in die östliche Innenstadt verirren klar und deutlich formuliert. Haltet selbst die Augen weiter offen, meldet Naziaktivitäten und lasst uns gemeinsam rechte Umtriebe offenlegen!

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Frontline Skinheads Dortmund Dorstfeld: Skinheadfront 2.0?

Foto 1

Seit einiger Zeit tauchen im Dortmunder Stadtbild Aufkleber mit dem Slogan „Frontline Skinheads Dortmund Dorstfeld“ auf. Mit Blick auf die Kundgebung in Dorstfeld am kommenden Sonntag (04.07.) Zeit, einen ersten Blick auf die Faschist:innen dahinter zu werfen.

Die Aufmachung des Logos der Gruppe bedient sich mit den Stiefeln im Zentrum des Logos bei dem Design der bis ca. 2012 aktiven Skinhead Front Dortmund Dorstfeld. Auch der Zusatz: „the boots are back in town“ lässt nahelegen, dass es sich um eine nachfolgende Gruppierung handelt. So verwundert es nicht, dass alte Bekannte in den zugehörigen Klamotten steckten, als ein Teil der Gruppe am 1. Mai in Essen offen auftrat.

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Repression: Kameraüberwachung in der Nordstadt | Staatstrojaner | Bullen in der Rigaer94

In den letzten Monaten und Wochen kann man sich auch als antifaschistischen Gruppe aus Dortmund repressionsbedingt schnell mal eingeengt und vor allem wütend fühlen.
Egal ob aufgrund des vom Bundestag genehmigten Staatstrojaners, des gewaltvollen Eindringens durch die Polizei in das linke Hausprojekt in der Rigaerstraße 94 in Berlin, oder dem neuen Kameracontainer in der Dortmunder Nordstadt.

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Lütgendortmund: Ein Stadtteil der immer wieder durch Naziaktivitäten auffällt

In den letzten Jahren tauchen neben zahlreichen rechten Aufklebern auch Hakenkreuze und weitere gesprühte Nazipropaganda auf. Hinter den Umtrieben steckt das Umfeld des immer wieder skandalträchtig auffallenden „Ewers-Clans“. So postete zuletzt Daniel E. auf seinem Twitter Account am 2. März ein Foto von mit Nazipropaganda geschändeten Stolpersteinen. Daniel E. sitzt derzeit erneut in Untersuchungshaft, da er im Verdacht steht am 1. April an einem rassistischen Übergriff auf einen Taxifahrer beteiligt gewesen zu sein. Verwundern tut dieser Übergriff durch den erst kürzlich aus der Haft entlassenen Faschisten nicht; so fielen er und sein Umfeld in der Vergangenheit immer wieder durch Gewalttaten auf. Doch es tut sich etwas: Durch mehrfache Intervention konnten viele Nazischmierereien entfernt und antifaschistischer Input hinterlassen werden. Egal ob in der Nordstadt, Lütgendortmund, Wambel oder Dorstfeld – organisiert euch und baut die antifaschistische Gegenmacht auf!

Der Glühwanderweg in der Nordstadt, die Kneipe „Vater und Sohn“ und die letztendlich richtige Entscheidung einer klaren Kante gegen rechts!

In Zeiten von Covid-19, einem zweiten verlängerten Lockdown und in ihrer Existenz bedrohten Gastronomien in ganz Deutschland werden auch im Dortmunder Norden die Lokalitäten kreativer und erfinderisch. Somit wurde kurzfristig am 27.11.2020 bekannt, dass es am darauffolgenden Tag (Samstag, der 28. November) von 14 bis 20 Uhr einen Glühwanderweg quer durch die Dortmunder Nordstadt geben soll. Dieser wurde von den Teilnehmenden, welche einen außer Haus Verkauf von Speisen und Getränken planten auf Facebook und Instagram als Spaziergang durch die Nordstadt beworben. Dabei stand vor allem der Verkauf von Glühwein im Fokus.
Einen Haken hatte die Sache allerdings: Neben eher unterstützenswerten Lokalitäten der Nordstadt warf sich auch die Kneipe „Vater und Sohn“ ins Feld und war fester Bestandteil der Werbung, wurde dann jedoch nachträglich aus den Planungen der Aktion wieder herausgenommen.

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