Redebeitrag 08.05.2021: Dorstfeld – ein Nazikiez?

Anfang der 2000 hat sich hier in Dorstfeld an der Wittener Straße die erste Nazi-WG gegründet. Seit dem Mord am Punk Thomas Schulz 2005 versuchen die Nazis, Dortmund und besonders Dorstfeld als ihren Raum zu propagieren.
Und bis heute ist Dorstfeld tatsächlich in wichtiger Standort der rechten Szene. Hier um die Ecke in der Emscher- und Thusneldastraße wohnen die Nazis in zwei Häusern, die ihnen der Vermieter Kurt P. trotz der ganzen rechten Scheiße seit vielen Jahren zur Verfügung stellt. In diesen Häusern leben die Nazis in WGs. Ein weiteres Nazihaus steht in der Siepenmühle, nur wenige Gehminuten von hier. Auch dort leben Neonazis zusammen.

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Redebeitrag 27.03.2021: Das neue Versammlungsgesetz, Militanzverbot und die Uniformierung

Wie wir schon in den vorangegangenen Beiträgen gehört haben, plant die schwarz-gelbe Landesregierung ein Versammlungsgesetz, welches die Versammlungsfreiheit in NRW massiv beschränken wird. Dieses ist laut Reul „ein Gesetz, das zur heutigen Zeit und zu den Menschen passt“. Es ist jedoch absolut nicht modern und freiheitlich – ganz im Gegenteil; es kommt eher einem Versammlungsverhinderungsgesetz nahe. Neben dem Störungsverbot, dem Verbot von Blockadetrainings, der ausgeweiteten Videoüberwachung bei Demonstrationen und den erhöhten formalen Hürden für Anmelder:innen von Veranstaltungen enthält das geplante Gesetz den §18, das sogenannte Militanzverbot. Nach diesem Paragrafen soll verboten werden Versammlungen zu veranstalten, diese zu leiten oder auch nur an ihnen teilzunehmen, wenn die Versammlung Gewaltbereitschaft vermittelt und dadurch einschüchternd wirkt. Wie das definiert wird? Durch das Tragen von Uniformen, Uniformteilen oder uniformähnlichen Kleidungsstücken, durch paramilitärisches Auftreten oder Auftreten in sogenannter „vergleichbarer Weise“. Was das überhaupt bedeutet, was daran problematisch ist und wieso dieser Paragraf sich vor allem gegen linke Protestformen richtet und nicht, wie so oft behauptet, gegen rechte Demonstrationen, wollen wir im Folgenden näher erläutern.

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Kurzredebeitrag 16.10.2020: Nazis am Nordmarkt und die Umbenennung des Kurt-Piehl-Platzes

Auch wir Gedachten am 16.10.2020 auf der Kundgebung der Linksjugend und der Antifaschistischen Aktion 44, mit ca. 60 Genoss*innen der Schlacht am Nordmarkt.
Im Zuge dessen, hielten wir einen Kurzredebeitrag, der die aktuelle Situation mit den Nazis am Nordmarkt und die Umbenennung des Kurt-Piehl-Platzes thematisierte.

 

 

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Redebeitrag 12.09.2020: Die Demokratie muss das aushalten!

Wir haben am Vorwahltag der Kommunalwahlen 2020 an der Demonstration von unseren Genoss*innen der Autonomen Antifa 170 teilgenommen. Für diesen Anlass, hatten wir zudem einen Redebeitrag mit dem Thema: „Die Demokratie muss das aushalten!“, am Beispiel der Partei Die Rechte Dortmund und warum das kompletter Bullshit ist geschrieben und vor Ort vorgetragen.

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Redebeitrag 29.02.2020: Videoüberwachung von Nazis – Die Lösung?

Das vom Dortmunder Polizeipräsidenten Gregor Lange initiierte, hoch gelobte und medial stark beworbene Vorzeigeprojekt der Videoüberwachung von kriminogenen Räumen soll in nächster Zeit weiter ausgebaut werden.
Zusätzlich zur Brückstraße, wo Ende 2016 Kameras installiert wurden, sollen nun weitere für die Polizei schwer zu händelnde Orte per 360 Grad-Kamera beobachtet werden. Die Polizei schiebt dabei allgemein bekannte Problemlagen vor, um eine dauerhafte flächendeckende Videoüberwachung als normales Werkzeug in ihre tägliche Arbeit aufzunehmen, in der Hoffnung dadurch nicht auf zivilen Widerstand zu stoßen.

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Redebeitrag 02.11.2019: Überblick Neonazis in Dortmund

Das Dortmund ein großes Problem mit Neonazis hat, ist weithin bekannt. Aber wer ist das überhaupt, der da im Stadtrat und in den Medien rechte Propaganda verbreitet, Demonstrationen abhält und mit Gewalttaten von sich reden macht?

Die Dortmunder Naziszene hat viele Facetten. Im lokalen Ableger der Partei “Die Rechte” hat sich der harte Dorstfelder Kern genauso wie viele weitere Neonazis organisiert. Bei der letzten Kommunalwahl 2014 bekam die Partei 2.000 Stimmen – ein grober Anhaltspunkt zur Antwort auf die oft gestellte Frage, wie viele Neonazis es in Dortmund gibt.

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Redebeitrag 24.05.2019: Nazis, Zivilbevölkerung und Linke

Die Dortmunder Neonaziszene ist trotz ihrer Größe, ihres Bekanntheitsgrades und den von ihr beanspruchten Räumen in der hiesigen Zivilgesellschaft scheinbar komplett isoliert.
Durch ihren offen propagierten Nationalsozialismus haben sie sich jegliche Chance verbaut, an eine bürgerliche bis populistische Rechte anzuknüpfen.
Lediglich in einzelnen Stadtteilen, die die Neonazis um die Partei “Die Rechte” schwerpunktmäßig bearbeiten, lassen sich gewisse Anknüpfungspunkte beobachten.

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Redebeitrag 23.03.2019: Rechter Kampfsport

 

Kampfsport ist ein immer wichtiger werdender Verbindungspunkt zwischen organisierten Neonazis und rechten Hooligans. Im Ring können sie nicht nur ihre Propaganda gemeinsam verbreiten, sondern auch ihr rassistisches Bild von einem gesunden weißen männlichen Körper zelebrieren. Dabei gilt der Kampfsport sowohl als Vorbereitung für Kämpfe auf der Straße gegen politische Gegner*innen und Nicht-Deutsche, als auch für den von der Szene herbeigesehnten Rassenkrieg. Außerdem ist Kampfsport eine lukrative Einnahmequelle, mit der die Nazis ihre Strukturen weiter ausbauen können.
Das größte rechte Kampfsportevent Deutschlands ist der seit 2013 stattfindende Kampf der Nibelungen, kurz KDN. Seine Events werden immer größer und er ist europaweit Anziehungspunkt für rechte Kader, Kampfsportmarken und Rassist*innen aus dem Rockermilieu. Beim letzten KDN vergangenen Oktober waren ca. 700 Besucher*innen, darunter auch viele bekannte Dortmunder Nazis. An ihnen lässt sich gut erkennen, warum der Hype um rechten Kampfsport etwas ist, gegen das wir gemeinsam aktiv werden müssen. Hier einige Beispiele.

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