Dokumentation der Beteiligung von Dortmunder Neonazis am 13.02.2021 in Dresden

Bei dem letzte Woche stattgefundenen geschichtsrevisionistischen Gedenken an die Bombardierung der Stadt Dresden am 13.02. im Zweiten Weltkrieg nahmen 400 Nazis an einer Kundgebung, angemeldet von NPDler Maik Müller, am Dresdener Hauptbahnhof teil. Gegen die 400 Nazis stellten sich ca. 600-700 Teilnehmende einer Gegenkundgebung.

Neben Personen wie Sebastian Weigler (zusammen mit den Jungen Nationalisten Niedersachsen), dem NPD-Kader Stefan Trautmann, dem “Volkslehrer” Nicolai Nerling, oder dem Parteikader Matthias Fischer vom Dritten Weg, waren auch Chemnitzer und Dortmunder Nazis anwesend.
Wir wollen mit diesem kurzen Text einen Beitrag für die nachhaltige Dokumentation von Dortmunder Naziaktivitäten bieten. Gerade in Zeiten, wo es um die bundesweit für Schlagzeilen bekannte Dortmunder Rechte Szene etwas ruhiger geworden ist, darf das Offenlegen von Beteiligungen im In-/ und Ausland durch Dortmunder Neonazis nicht an Bedeutung verlieren. Eine große Stärke der Struktur rund um die Partei Die Rechte, war es schon immer, sich in Deutschland und über die Landesgrenzen hinaus gut zu vernetzen, Kontakte zu pflegen und diese letztendlich für ihre Arbeit effektiv zu nutzen.

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Heutige Kundgebung: Ein Jahr nach dem Anschlag in Hanau

Vor ca. zwei Stunden fand in Dortmund eine Kundgebung, organisiert vom Bündnis Tag der Solidarität/ Kein Schlussstrich, in Gedenken an die Opfer des rechten Terroranschlags vom 19. Februar 2020 in Hanau statt.
Die von uns auf Facebook und Twitter beworbene, um 18 Uhr gestartete und breit aufgestellte Kundgebung an der Reinoldikirche setzte coronakonform mit 600 bis 700 Teilnehmer:innen ein deutliches Zeichen gegen die grausamen rassistischen Morde, den katastrophalen staatlichen Umgang mit den Hinterbliebenen und dem generellen Versagen der Justiz zum Thema rechten Terror.
Ganz im Sinne des Mottos der Kundgebung „Kein Vergeben, Kein Vergessen, Gemeinsam gegen Rassismus!“ hielten eine Vielzahl von Gruppen und Initiativen thematisch passende Redebeiträge. Neben der Autonomen Antifa 170 oder der Partei Die Linke, sprachen auch Bewegungen wie Black Lives Matter und Fridays for Future Dortmund.
Gerade bei diesem, doch sehr schwer zu ertragenden und bis heute kaum zu fassenden, Thema fanden wir es umso wichtiger Seite an Seite neben sehr diversen Initiativen zu stehen. Wir bedanken uns bei allen, die heute bundesweit in über 110 Städten auf die Straße gegangen sind und mit uns dafür sorgen, dass der gemeinsame Kampf gegen Rassismus und Faschismus trotz dieser Pandemie nicht an Bedeutung verliert.
Solidarität statt Spaltung!
In Gedenken an:
Ferhat Unvar
Gökhan Gültekin
Hamza Kurtović
Mercedes Kierpacz
Sedat Gürbüz
Kaloyan Velkov
Fatih Saraçoğlu
Said Nesar Hashemi
Vili Viorel Păun
Gabriele Rathjen