Polizei Dortmund: kein Freund und Helfer | In Gedenken an Mouhamed D.

Heute melden wir uns, die Mean Streets Antifa Dortmund, nach über drei ereignisreichen Tagen mit einem kleinen Impuls zu den aktuellen Geschehnissen in Dortmund zu Wort:

Vor drei Tagen, am 08. August um ca. 17 Uhr veränderte sich nach einem Polizeieinsatz mal wieder die Dynamik Rund um das Thema Polizeigewalt, Einsätze in der Nordstadt und das Problem des Rassismus bei der Polizei. Diesmal war es jedoch anders und erschütterte Menschen über die Stadtgrenzen hinweg. Wie so oft befürchtet und von vielen verschiedenen Initiativen schon oft thematisiert, starb diesmal ein 16-jähriger Junge durch die Waffe eines Beamten.
Es war Mouhamed D. ein junger Geflüchteter, der in Deutschland Sicherheit und eine bessere Perspektive suchte. Diese nahm ihm die Polizei Dortmund mit ihrer, für uns nicht nachvollziehbaren Art und Weise, mit psychisch belasteten Menschen umzugehen in voller Gänze…

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Die Nordwache Dortmund: Polizeigewalt, Rassismus und Sexismus | linke Plakataktion als Warnung

„Achtung! Revier der Nordwache – Hier herrscht Polizeigewalt, Rassismus und Sexismus“

Dieser plakative Warnhinweis schmückt seit heute Morgen die Stadtteilgrenzen der Dortmunder Nordstadt. Vielen Dortmunder:innen ist es schon sehr lange bekannt, dass ein Aufeinandertreffen mit Beamt:innen der Polizeiwache Nord oder ein Aufenthalt im dazugehörigen Revier in der Münsterstraße 17-19 weitreichende Folgen für die körperliche Unversehrtheit, die Psyche und die eigene Polizeiakte bis hin zu konkreten Anzeigen bedeuten kann.

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01. Mai 2022 | Gegen Nazis & für das schöne Leben für alle in Dortmund! | Heutige Veröffentlichung der diesjährigen Nazi-Route | Treffpunkt für den Gegenprotest bleibt bestehen!

+++ UPDATE: Nazi-Aufmarsch vom Hauptbahnhof über den Sonnenplatz bis nach Dorstfeld  +++

Im heute veröffentlichten Artikel der Nordstadtblogger wurde zum ersten Mal detailliert auf die Route des diesjährigen Nazi-Aufmarsches am 1. Mai in Dortmund eingegangen.

So haben die Neonazis um die Partei die Rechte herum ab ca. 12 Uhr folgende Route durch die Stadt Dortmund angemeldet und mit der Polizei Dortmund kooperiert:

  • Nordseite Hauptbahnhof Dortmund (Startpunkt)
  • Grüne Straße
  • Schützenstraße
  • Brinkhoffstraße
  • Königswall
  • Rheinische Straße
  • Möllerstraße
  • Lindemannstraße
  • Sonnenplatz (Zwischenkundgebung)
  • Sonnenstraße
  • durch die Unterführung am S-Bahnhof Dortmund-West
  • Lange Straße
  • Heinrichstraße
  • Rheinische Straße
  • Wittener Straße
  • S-Bahnhof Dortmund Dorstfeld (Endpunkt)

Natürlich ist jeder Meter in Dortmund oder sonst wo ein Meter zu viel für einen Nazi-Aufmarsch!

Die nicht allzu knappe Route bietet zudem reichlich Möglichkeiten um den Nazis den Tag gehörig zu versauen. Trefft daher die letzten Vorbereitungen und kommt wie bereits angekündigt zum Treffpunkt Josephstr. Ecke Wilhelmstr. oder haltet euch dynamisch in den betroffenen Vierteln auf!

Um 16 Uhr sehen wir uns dann alle bei der anarchistischen Demonstration am Westpark!

 

30. April 2022 | Mehmet-Kubaşık-Kinderfest | 14:00 Uhr Mehmet-Kubaşık-Platz

Am 30. April habt ihr ab 14 Uhr die Möglichkeit das erste Mehmet-Kubaşık-Kinderfest vom Bündnis kein Schlussstrich zu besuchen.

Das Fest wird mit Hüpfburg, Kinderschminken, Fußballbillard, Kinderbands uvm. auf dem Mehmet-Kubaşık-Platz stattfinden. Im Anschluss haben wir euch hier nochmal den letzten Aufruf vom Bündnis verlinkt.

 

Bildquelle 1. Foto: Bündnis Tag der Solidarität – Kein Schlussstrich Dortmund

Dortmunder Nordstadt: Graffiti Workshops und das Projekt „Vergangenheit lernen – Zukunft gestalten“

In den letzten Monaten fanden mit Unterstützung des „Bündnis Nordstadt gegen Nazis“, desen Teil auch wir sind, bei verschiedenen Trägern Graffiti Workshops und das Projekt „Vergangenheit lernen – Zukunft gestalten“ statt. Dabei wurden Jugendliche über den NS und den Widerstand dagegen aufgeklärt.
Einen Teil der dabei entstanden Graffitis wollen wir euch natürlich nicht vorenthalten

13. Januar 2022 | Offenes Antifa Treffen Dortmund | 18:00 Uhr im Nordpol

Am 13.01 findet um 18 Uhr, vor dem Antifa Café Dortmund, wieder das Offene Antifa Treffen statt.

Ankündigungstext des OAT:

Du findest in deiner Nachbarschaft immer wieder rechte Sticker, und weißt nicht, was du tun sollst? Du möchtest gerne mal zu einer Demo gegen Nazis gehen, aber weißt nicht, mit wem? Du möchtest wissen, wie du mit Hetze im Internet umgehen kannst?

Kurz gesagt – du möchtest dich antifaschistisch engagieren? Dann komm zum offenen Antifatreffen am 13.1. im Nordpol!

Nachdem das offene Antifatreffen (OAT) 2020 wegen Corona wieder eingestellt werden musste, machen wir jetzt einen Neuanfang. Ein Treffen gab es schon im Dezember, Interessierte können aber jederzeit dazu kommen. Bei unserem zweiten Treffen am 13.01. möchten wir darüber sprechen, wie unsere Treffen grundsätzlich ablaufen sollen und wie wir dabei miteinander umgehen. Wir tauschen uns außerdem über das Thema Sicherheit für Aktivist*innen, z.B. bei der digitalen Kommunikation, aus. Im Anschluss findet ab 20 Uhr das Antifa-Café mit einem Vortrag zur Geschichte und Situation der Dortmunder Antifa statt.

Wir freuen uns, wenn du Lust hast zu kommen!

PS: Bei den Treffen gilt 2G+ („+“ = tagesaktueller Schnelltest) und wir tragen FFP2 Masken.

Dortmunder Nordstadt: einzelne rechte Aktivitäten in den letzten Monaten

In den letzten Monaten kam es zu einzelnen rechten Aktivitäten in der Nordstadt, die wir euch folgend einmal spiegeln wollen.

Beginnen wir mit dem Rückzug eines alten Bekannten. David Jungwirth hat es zurück ins Nordmarkt-Quartier verschlagen, nachdem er und seine Familie in Dorstfeld weder Anschluss noch Freund:innen finden konnten.

Zudem sind in den letzten Wochen zu einigen Nazischmierereien im Viertel aufgetaucht. So fanden sich auf der Münsterstraße auf Höhe des Roxy Kinos an einem Stromkasten mehrere Hakenkreuze mit dem ziemlich amateurhaft geschmierten Tag „Angel“. Bereits vor einigen Monaten wurden ebenfalls Hakenkreuze mit dem gleichen Pseudonym im Umfeld der Sporthalle Nord, sowie weitere Tags an der Brunnenstraße gesichtet.

Im Bereich der Steigerstraße und anderen umliegenden Straßen sind unregelmäßig Faschist:innen unterwegs, die dort in kurzer Zeit viele Sticker einer Düsseldorfer Nazikameradschaft verklebten, wovon auf vielen Anspielungen auf den NSU zu sehen waren. Jedoch hielten die Sticker, wenn überhaupt, nur wenige Stunden. Die zum Teil als Dreiergruppe agierende Truppe Nazis scheint sich dabei ihrer Situation sehr bewusst zu sein, da sie schnell nach Sichtungen verschwinden und eher sporadisch knibbeln und verkleben. Also haltet eure Augen im Viertel offen, entfernt die rechte Propaganda und zeigt den Faschist:innen die Konsequenzen für ihr handeln!

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Rückblick: 09.10.2021 | auch bekannte Gesichter aus der Dortmunder Nordstadt dabei

Wie schon am 13.10., 17.10. und am 20.10.2021 wollen wir uns heute wieder dem am 09.10.2021 durchgeführten Gedenkmarsch bzgl. Siegfried Borchardt widmen. Nach zuletzt der Skinhead-Kameradschaft Voice of Anger, rechten Fußballfans und Hooliganstrukturen auf der vergangenen Veranstaltung vom Dortmunder Hauptbahnhof bis nach Dorstfeld, gehen wir nun explizit auf uns bekannte rechte Gesichter aus der Dortmunder Nordstadt ein.

Dabei haben wir bewusst auf stadtbekannte und auch in anderen Bezügen erwähnte Neonazis wie Dirk K., Günther S. und David Jungwirth verzichtet.

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Rückblick: 09.10.2021 | Skinhead-Kameradschaft Voice of Anger nicht zum ersten Mal in Dortmund

Wie schon am 13.10.2021 mit einem generelleren Rückblick und am vergangenen Sonntag, mit einer bewussten Fokussierung auf das am 09.10.2021 an dem Gedenkmarsch bzgl. Siegfried Borchardt teilgenommene Personenfeld aus dem Dortmunder Fußballumfeld und den lokalen Hooliganstrukturen, folgt nun unser thematisch passende dritte Teil der Reihe.

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